Argentinien Reisezeit

Von: Aah-Yeah

Argentinien ist das achtgrößte Land der Erde und das zweitgrößte des südamerikanischen Kontinents. Es verfügt über eine große Nord-Süd-Ausdehnung und deckt somit viele Vegetations- und Klimazonen ab. Das Land grenzt im Osten an den Atlantik, im Nordosten an Uruguay und Brasilien, im Norden an Paraguay und Bolivien und im Westen an Chile. Das westliche Grenzgebiet stellen die Anden dar, eine lange kontinentale Gebirgskette. Im Norden dominiert eine Trockensavanne (Gran Chaco) und in den südlichen Bereichen des Landes ist es kälter und mehr bewaldet. Buenos Aires, die Hauptstadt, konzentriert etwa ein Drittel aller Einwohner Argentiniens. Die Mittelgebirge Argentiniens (Sierra Pampeanas) liegen in Höhen von 2.800 bis zu 6.300 m ü. NN. Argentinien verfügt über einige – zumeist unbewohnte – Inseln und beansprucht einen Teil des Antarktisgebietes. Auch erkennt das Land den britischen Anspruch auf die Falklandinseln nicht an, die es als argentinischen Bereich betrachtet.

Ein gültiger deutscher Reisepass berechtigt zu einem 90-tägigen visafreien Aufenthalt in Argentinien, dieser kann vor Ort (Ausländerbehörde) um ein halbes Jahr verlängert werden. Die Landessprache ist Spanisch, Englisch hingegen ist nicht überall selbstverständlich. Manche Bergbesteigungen und Trekkingtouren müssen vorher offiziell bei der Tourismusbehörde angemeldet werden. Wie bei allen Reisen gilt: Es lohnt sich, im Rahmen der Reisevorbereitungen die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu berücksichtigen. Es lassen sich so unangenehme Vorkommnisse an Flughäfen, in Hotels und in der Öffentlichkeit zielgerecht vermeiden.

Allgemeines zum Klima Argentiniens

Argentinien ist für den Tourismus ganzjährig attraktiv – innerhalb des Landes ergeben sich jedoch beträchtliche klimatische Unterschiede. Das Land liegt auf der Südhalbkugel – die Zeit des europäischen Winters entspricht somit dem des argentinischen Sommers. So ergibt sich aus der deutschen Perspektive gewissermaßen ein “Austausch” aller Jahreszeiten. Alle Klimazonen (Tropen, Gletscher, gemäßigtes Wetter) überhaupt werden in Argentinien vereint. Es herrschen sehr hohe Temperaturen in den Monaten November bis März, niedrige Temperaturen jedoch zwischen Juni und September. Die argentinischen Städte Iguazu, Tucuman, Jujuy und Salta befinden sich im Norden des Landes – dort sind (wie auch im Süden, etwa in Patagonien) die größten Klimaschwankungen zu beobachten. Im Norden Argentiniens ist es durchgängig sehr trocken und heiß, insbesondere in der Nähe der Bergkette der Anden (wo vor einer hohen Sonnenbrandgefahr gewarnt wird). Der Süden Argentiniens ist kälter. Insbesondere Feuerland hat eine hohe Niederschlagsquote und eher kühles Wetter – Winter und Sommer unterscheiden sich hier nicht und belaufen sich auf durchschnittlich 14 °C und sinken nicht unter 4°C. Wer Feuerland anvisiert, sollte dies zwischen Dezember und März durchführen – und sich mit warmer Kleidung ausstatten.

Patagonien und Buenos Aires haben konkrete Reisezeitempfehlungen

Im europäischen Winter lässt sich Patagonien am besten anreisen. Temperaturen von durchschnittlich 25°C (nachts jedoch 0° C) sind zu erwarten und die Sonnenscheindauer pro Tag steigt immer mehr an. Im argentinischen Winter (von Mai bis September) jedoch sollte man Patagonien meiden. Verschneite Pässe, intensive Regenfälle, starke Winde und geschlossene Hotels sind in dieser Zeit die Regel. Nordpatagonien (Halbinsel Valdes, Bariloche, das Seeengebiet) weist im argentinischen Sommer Temperaturen bis zu 30°C auf. Im argentinischen Winter kann das Gebiet von Skiurlaubern genutzt werden. Auch Südpatagonien sollte nur zwischen Dezember und März bereist werden (Feuerland, Lago Argentino) – im argentinischen Sommer bleiben die Temperaturen um 20°C, während sie im Winter auf bis zu -20°C sinken.

Buenos Aires ist am besten im Herbst und im Frühling zu bereisen. Die argentinische Hauptstadt weist im dort sehr feuchten Sommer Temperaturen von über 35°C auf, während im Frühling und Herbst bei angenehmem Wetter auch das faszinierende Farbenspiel der Pflanzen und Bäume zu betrachten ist.

Die Region del Norte Grande und der Nordwesten

Der Nordosten Argentiniens (Ibera-Sümpfe, Chaco, Iguazu-Wasserfälle) bietet das gesamte Jahr über eine hohe Luftfeuchtigkeit. Auch hier sollte man nur im Herbst bzw. im Frühling anreisen – um diese Zeit ist dort eine generelle Durchschnittstemperatur von 25°C zu erwarten. Im Sommer jedoch wird es hier über 40°C und im Winter 15°C – bei derselben Luftfeuchtigkeit von annähernd 100 Prozent. Wer den Nordwesten Argentiniens bereisen will ( etwa: Tucuman, Santiago del Estero, Salta, Jujuy und Catamarca), wählt hier ebenso Frühling und Herbst. Der mittlere Teil Argentiniens ist von einem mediterranen Klima geprägt – hier kann Wein angebaut werden und Reisen dorthin sind über das gesamte Jahr hinweg angenehm.

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