Australien Reisezeit

Australien liegt für uns in Deutschland auf der anderen Seite des Planeten, sozusagen am “Ende der Welt” und gilt für unzählige Reiseliebhaber als absolutes Traumziel. Mit seinen facettenreichen Landschaften, die von weiten wüstenhaften Regionen wie dem Outback über rote Felsen bis hin zu Traumstränden reichen, hält “Down Under”, wie Australien auch genannt wird, etwas für jeden Urlauber bereit. Pulsierende Städte wie die Hauptstadt Canberra, aber auch Melbourne, Adelaide, Sydney und Perth sind attraktive Millionenmetropolen mit unzähligen historischen und kulturellen Highlights, in denen es ganz sicher nie langweilig wird. Der australische Kontinent ist flächenmäßig nicht unbedingt kleiner als vergleichsweise die USA, dafür allerdings deutlich dünner besiedelt. Vielerorts wirkt die Natur Australiens wie unberührt und bietet sich daher optimal für Freizeitaktivitäten wie Wandern oder Mountainbiken an.

Das Klima Australiens

Während der Norden des australischen Kontinents ein überwiegend tropisches Klima aufweist, zeichnet sich der Süden durch eher gemäßigte Temperaturen aus. Als Sommer gilt die Phase zwischen November und April. Dann fallen im Norden zahlreiche Niederschläge, während der Süden weitgehend trocken bleibt. Zwischen Mai und Oktober herrscht in Australien Winter – nun ist es umgekehrt: Im Süden und Südwesten des Kontinents kommt es zu starken Regenfällen, im Norden dafür nur sehr selten.

Fest steht, dass Australien ein Land ist, das sich durch Extreme auszeichnet – sowohl im Hinblick auf die Landschaften als auch auf das Klima. Dennoch lässt sich das Wetter recht gut beschreiben.
So gilt das Landesinnere, das Outback, als eine vorwiegend trockene, wüstenartige Region, in der es das ganze Jahr über kaum regnet. Je näher man dagegen der Küste kommt, desto angenehmer und feuchter wird das Klima. Diese Bereiche sind deutlich dichter besiedelt als Zentralaustralien. Ein Großteil der Menschen lebt in den klimatisch gemäßigteren Zonen wie dem Osten, dem Süden und dem Südwesten des Landes.

Was Australiens Topographie betrifft, so lässt sich das Land als größtenteils flach bezeichnen (abgesehen von Tasmanien). Im Durchschnitt befindet sich Australien auf einer Höhe von zwischen 120 und 600 Metern über dem Meeresspiegel. Etwas abseits der Ostküste liegen zudem einige der höchsten Gebirge des Kontinents: Die Snowy Mountains stellen dabei den Rekord mit Gipfelhöhen von rund 2.230 Metern auf – hier kann, wie schon der Name verrät, im Winter Schnee fallen.

Dagegen unterliegt die östliche Küste Australiens das ganze Jahr über mehr oder weniger starken Südostwinden, die das Land vom Pazifik aus erreichen. Sie bringen relativ viel Regen mit sich, weswegen man diese Region mit gutem Grund als feuchtestes Gebiet des Kontinents bezeichnen kann. Im westlicheren Teil des Landes nehmen die Niederschlagsmengen drastisch ab.

Grundsätzlich ist Australien ein Kontinent mit einem milden, warmen Klima. Es wird nur selten wirklich kalt – und wenn, dann fast nur in den Gebirgsregionen oder auch in Canberra, welches sich auf einer Höhe von zwischen 500 und 700 Metern über dem Meeresspiegel befindet. Die Winter sind in der Regel sehr angenehm auszuhalten, oft werden sogar Barbecues im Freien veranstaltet. Eine Ausnahme stellt allerdings das sich vor der Küste befindende Tasmanien dar: Hier ist das Klima eher mit dem von Großbritannien zu vergleichen.

Bekannt ist Australien für viele Menschen auch wegen seiner großen Hitze in vielen Regionen, die ab und zu sogar zu Waldbränden führen. Diese Gefahr tritt dann ein, wenn die heißen Winde aus dem Landesinneren in andere Regionen geweht werden. In der Vergangenheit gab es mitunter auch tropische Wirbelstürme, die vor allem im Nordwesten und Nordosten des Landes auftraten. Die Einheimischen bezeichnen diese Stürme als willy-willies. Stürme, welche aus den trockenen Gebieten stammen, tragen nicht selten viel Sand über das Land und hüllen dann ganze Städte in feinen roten Nebel.

Die ideale Reisezeit für Australien

Wer eine Reise nach Australien plant, kann das Land theoretisch das ganze Jahr über besuchen. Wegen seiner großen Fläche findet sich immer eine Region, die gerade eine passende Witterung aufweist. In erster Linie sollte geklärt werden, was für eine Art von Reise man sich wünscht, denn Badeurlauber, Aktivreisende und Wintersportler benötigen jeweils natürlich ganz unterschiedliche Klimata.

Als Faustregel lässt sich dennoch klar sagen, dass die optimale Reisezeit im Allgemeinen auf den europäischen Winter fällt und zwischen Dezember und April liegt. Vor allem für Badeurlauber, welche die Küsten und ihre Städte erkunden möchten, lohnt sich der Urlaub in diesem Zeitraum. Möchte man Ausflüge in das trockene Outback unternehmen, dann ist die Phase zwischen April und Oktober, wenn es dort nicht allzu heiß ist, ideal dafür geeignet.

Hier noch einmal ein kleiner Überblick über die empfohlenen Reisezeiten in den einzelnen Bundesstaaten Australiens:

Im Süden: Von März bis Mai und von September bis November
Für das südliche Northern Territory: Im Juni und September
Für das nördliche Northern Territory: Im Mai bis September
Für New South-Wales: Im April und Mai sowie von September bis Oktober
Für West-Australien: Von März bis Mai sowie September bis November
Für Victoria: Von März bis Mai sowie September bis Oktober
Für Queensland: Von Juni bis Oktober
Für Tasmanien: Von Oktober bis März

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