Goa Reisezeit

Indien ist ein Land der Gegensätze. Diese Aussage trifft sicherlich auch auf die klimatischen Verhältnisse zu. In dem kleinsten und wohl am stärksten von westlichen Einflüssen geprägten Bundesstaat Goa ist dies nicht anders. Seien es nun die heftigen Monsunregen oder laute Partystrände, auch Goa ist ein Reiseziel der Extreme. Dass bei all dem Trubel hin und wieder nostalgische Erinnerungen an die einstigen Blumenkinder aufsteigen, überrascht in der Regel nur Neuankömmlinge. Doch abgesehen von elektronischer Musik und ausgelassenen Badefreuden bietet Goa auch noch jene abgelegenen Abschnitte, welche zu stillem Meditieren oder handgemachtem Musizieren einladen. Hinzu kommt ein faszinierendes Potpourri an natürlichen und kulturellen Wundern, welche eine einzigartige Symbiose mit der reichen Geschichte der Region eingehen. Ob man sich für seinen Urlaub nun einzigartige Meeresimpressionen, internationale kulinarische Genüsse, eine Architektur, in der sich noch die jahrhundertelange portugiesische Besatzung widerspiegelt oder einen Hauch Exotik wünscht, in Goa findet sich gewiss etwas für jeden Reisegeschmack.

Informationen rund um das Thema ‘klimatische Bedingungen in Goa’

In Goa dominiert tropisches Klima. Dies bedeutet, dass die Temperaturen ganzjährig bei durchschnittlich 30 Grad liegen. Die Regenzeit, welche in der Regel von Juni bis Oktober andauert, ist von heftigem Niederschlag geprägt. Die Sonnenstunden sinken dann bei 28 Regentagen monatlich buchstäblich auf den Nullpunkt und der farbenfrohe Bundesstaat verschwindet unter einem dichten grauen Dunstschleier. Abgesehen von den eingeschränkten Optionen hinsichtlich Transport, Entertainment und Unternehmungen kann die hohe Luftfeuchtigkeit einen Besuch in dieser Zeit zu einer wahren Herausforderung werden lassen. Zudem sind viele Fazilitäten während der Regenzeit geschlossen, so dass sich die Auswahl an potentiellen Programminhalten noch weiter reduziert. Sonnenhungrige werden vor allem in dem Zeitraum von Dezember bis März, welcher durch die höchste Anzahl an Sonnenstunden gekennzeichnet ist, in den Genuss eines optimalen Strand- und Badeurlaubs kommen.

In dieser Zeit ist jedoch auch mit dem größten Ansturm an Touristen zu rechnen. Vor allem zu Weihnachten und Silvester locken Sonne, Strand und Meer nicht nur ausländische, sondern auch einheimische BesucherInnen an. Horrende Preise sowie schmutzige und überfüllte Strände sind die Folge. Dass die hohen Temperaturen und die mangelnde Reinlichkeit an einigen Orten zu einer unangenehmen Geruchsbildung führen, ist leicht nachvollziehbar. Dennoch bieten sich auch in dieser Zeit noch unzählige abgeschiedene Buchten und andere Orte der Stille, so dass man in Goa auf Wunsch auch während der Hochsaison einen Urlaub, in dem Ruhe und Entspannung im Zentrum stehen, verbringen kann. Neben den klimatischen Verhältnissen bietet sich hier angesichts der ständigen Veränderungen von Beliebtheitsgrad, Preisen und Verfügbarkeit von Unterkünften eine kurzfristige Recherche an. Schließlich zeichnet sich auch Goa durch einen nicht enden wollenden Bauboom aus, welcher zu einem rasanten Wandel des Landschaftsbildes führt. Abgesehen davon kann ein Ort, der vor wenigen Wochen noch als Geheimtipp gehandelt wurde, plötzlich zum Touristenmagneten par excellence mutieren.

Goas Highlights im Diskurs

Dass Goa weitaus mehr zu bieten hat als endlose Traumstrände, wird schnell deutlich, wenn man dieser legendären Region einen Besuch abstattet. Natürlich hängen Ausmaß und Intensität an Einblicken maßgeblich von den jeweiligen Interessen und Prioritäten der BesucherInnen ab. Möchte man die Nacht zum Tag machen, so ist man hier zweifellos richtig. Wer auf der Suche nach Ruhe und Erholung ist, kommt an einem der ruhigeren Strände ebenfalls auf seine Kosten. Hier erweist es sich erneut als Vorteil, dass Goa touristisch gut erschlossen ist und sich den wandelnden Bedürfnissen seiner Gäste anzupassen weiß. Wellness-Einrichtungen sind somit keine Seltenheit und ermöglichen es unter anderem, sich einmal ganz im Sinne ayurvedischer Tradition verwöhnen zu lassen. Abgesehen davon locken typische indische Klassiker wie Yoga- und Meditationskurse. Und auch Naturliebhabern bietet die Region eine Fülle an Entdeckungsoptionen. Ob man sich dabei auf die Unterwasserwelt konzentriert und diese beim Schnorcheln oder Tauchen erkundet, oder sich auf einsamen Trekkingpfaden in das vergleichsweise entspannte Hinterland begibt und von der überwältigenden Vielfalt der hiesigen Vegetation überraschen lässt, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang nur, dass man die in der jeweiligen Reisezeit vorherrschenden Witterungsbedingungen berücksichtigt und sein Programm entsprechend zusammenstellt.

Als ideal gelten, wie bereits angedeutet, die Monate November bis Mai. Dies trifft im Großen und Ganzen auf alle Unternehmungen zu. Schließlich macht weder ein Aktivurlaub noch ein Strandaufenthalt bei heftigen Regenfällen Sinn. Auch wenn diese oftmals nur wenige Stunden anhalten, kann es zu starken Überschwemmungen kommen. Die Besichtigung kultureller und religiöser Stätten wie beispielsweise der zahlreichen prachtvollen Tempelanlagen bietet somit keine angemessene Alternative, da sie buchstäblich ins Wasser fallen kann. Natürlich kommt es auch hier zu jährlichen Schwankungen und Abweichungen, so dass man bei einem spontanen Besuch in der Monsunzeit durchaus auch Glück mit einer relativ trockenen Phase haben kann. Vorteilhaft erweist sich dieser Zeitraum zudem aufgrund der drastisch sinkenden Preise. Wer Goa also einmal fernab der Touristenströme kennenlernen möchte und heftigen Niederschlag nicht scheut, der wird vielleicht gerade in der Regenperiode einen unvergesslichen Urlaub erleben. Möchte man jedoch die gesamte Bandbreite an Aktivitäten, welche dieser aufregende Fleck Erde für seine BesucherInnen bereithält, nutzen, so sollte man auf die Trockenmonate ausweichen.

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