Karibik Reisezeit

Das Wort Karibik ist untrennbar verbunden mit dem azurblauen Himmel, langen weißen Sandstränden an türkisfarbenem, klarem Meer aber auch mit der Musik, dem Rhythmus und den fröhlichen und freundlichen Menschen. Dieses kleine Paradies liegt im tropischen Teil des Atlantischen Ozeans nahe dem amerikanischen Festland und nördlich des Äquators. Die Region besteht aus verschiedenen Inseln, Inselgruppen und dem umliegenden Karibischen Meer. Jedes Stück Land innerhalb der Karibik hat seine eigene Geschichte zu erzählen und bietet seinen Gästen auch ganz spezielle Eigenheiten. Und so wartet auch jede Region innerhalb des weitläufigen Areals mit etwas unterschiedlichen Klimabedingungen auf.

Tropisches Klima

Grundsätzlich lässt sich die Karibik in die Großen und die Kleinen Antillen unterteilen. Dazu kommen dann noch die Bahamas sowie die Turks- und Caicosinseln, die eigentlich bereits im Atlantik liegen. Das Karibische Meer grenzt entlang der Halbinsel Yucatán an Mexico und im Süden an Venezuela. Im gesamten Bereich herrscht vorwiegend tropisches Klima. In diesen Breiten ändert sich der Einfallwinkel der Sonneneinstrahlung kaum. Aus diesem Grund gibt es in der Karibik keine Jahreszeiten, wie sie in Europa bekannt sind. Die Temperaturen sind während des gesamten Jahres gleichmäßig und meist recht hoch. Sie erreichen im Schnitt etwa 26,3° C. Das Klima in den Monaten Juli und Dezember unterscheidet sich nicht durch die Temperaturen, sondern vorwiegend durch die unterschiedliche Regenmenge. Grund dafür ist eine schwüle Regenzeit, die das Klima in der Karibik zwischen den Monaten Juni und Oktober beherrscht. Es wird zu dieser Zeit oft unerträglich heiß und die Niederschlagsmengen können sehr hoch sein, im Mittel bis zu 1.630 mm. Diese Regenmenge würde in Europa die Ernte völlig vernichten und es kommt schon einmal vor, dass binnen Minuten die Straßen völlig überschwemmt sind. Die Regenfälle treten meist am Nachmittag in Verbindung mit heftigem Wind auf. Aber ebenso überraschend, wie sie gekommen sind, enden sie meist auch wieder. Für die Einheimischen geht während dieser Zeit das Leben seinen gewohnten Gang. Auch Urlauber gewöhnen sich rasch an die unfreiwilligen „Duschen“. Nachdem sie nur von kurzer Dauer sind, wirken sie sich auch nicht störend auf Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten aus.

Vorsicht vor Hurrikans

Von August bis Oktober treten in der Karibik häufig tropische Wirbelstürme auf, die Hurrikans. Einzig Trinidad und Tobago bleiben von den Stürmen verschont, weil sie südlich der Hurrikan-Zone liegen. Hurrikans können durch die hohen Windgeschwindigkeiten, die sie erreichen und die dadurch entstehenden Wellen sowie die starken Niederschläge schwere Schäden anrichten, und stellen damit eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Es kann in dieser Zeit zu Überschwemmungen, Sturzfluten, Sturmfluten und Erdrutschen kommen. Noch heute findet man auf der Linie, auf der im Jahr 2005 der Hurrikan Wilma wütete, beschädigte Häuser oder eingestürzte Brücken. Er stellte den bislang stärksten Hurrikan dar und zog von Jamaica bis über die Nordspitze Yucatáns. In diesen drei Monaten ist eine Reise in die Karibik nicht unbedingt anzuraten.

Der Passat teilt die Inselwelt

Für ein feuchtes Klima mit Niederschlägen von mehr als 2000 mm jährlich sorgt der Nordost-Passatwind. Er gibt auch dem nördlichen Teil der Kleinen Antillen ihren Kosenamen. Man nennt sie auch die Inseln über dem Winde und sie erstrecken sich in einem Bogen von Puerto Rico in Richtung Südosten. Im Gegensatz dazu werden die Inselgruppe vor der Nordküste Südamerikas und der südliche Teil der Kleinen Antillen als die Inseln unter dem Winde bezeichnet. Hier beeinflusst der Nordost-Passat das Klima. Die Inseln über dem Winde sind deutlich trockener als jene nördlich. Ein klimatischer Unterschied ist auch bei den Bahamas gegeben. Sie liegen ja, genau genommen, bereits im Atlantik und sind die nördlichsten der karibischen Inseln. Durch den Einfluss kühler Winde aus Nordamerika kann die Temperatur im Winter und Frühjahr, verglichen mit den anderen Inseln, niedriger sein. Gerade auf den nördlichen Inseln kann es von November bis März schon mal zu Tiefsttemperaturen unter 10°C kommen. Ansonsten ist es ganzjährig warm und angenehm. Durch den Golfstrom ist es im Winter mild, außer der Einfluss der kühlen Winde erreicht die Inseln. Diese Kühle kann sich im Sommer allerdings auch positiv auswirken. Beste Reisezeit für die Bahamas sind die Monate Dezember bis Mai.

Für jeden das optimale Reiseziel

Für Mitteleuropäer ist die Karibik aufgrund der gleichbleibenden Wärme ein beliebtes Ziel. Alle Destinationen in der Karibik eignen sich optimal für Strandurlaub. Einzige Ausnahme bildet Haiti, der kleine Inselstaat, der an die Dominikanische Republik grenzt. Erwähnenswert sind vor allem die Sonnenstunden in der Karibik. Mit etwa 9,1 Sonnenstunden sind die Monate März und Juli führend. Aber auch in allen anderen Monaten steht die Sonne zwischen 7 und 8,6 Stunden am Himmel. Windsurfer oder Kitesurfer finden die besten Bedingungen in der Dominikanischen Republik, auf Aruba und der Isla Margarita vor. Besonders die Inseln unter dem Winde zählen zu den beliebtesten Hotspots für diese Wassersportart. Dank der konstanten Passatwinde, die das ganze Jahr in der Region vorherrschen, finden Sportler hier optimale Windbedingungen für Anfänger und Profis vor. Dazu kommt eine angenehme Wassertemperatur, die sich zwischen 25 und 29° C bewegt. Jede der karibischen Inseln ist für sich ein kleines Paradies, das es zu entdecken gilt. Dank des hervorragenden Wetters und den vielen Sehenswürdigkeiten und Urlaubsmöglichkeiten ist die Karibik ganz einfach eine Traumdestination.

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