Koh Samui Reisezeit

Koh Samui ist Thailands drittgrößte Insel und wird auch Kokosinsel genannt. Wegen ihrer schönen Sandstrände entwickelte sie sich von einem Geheimtipp für Rucksackreisende zu einem Schwerpunkt des Tourismus und hat eine entsprechende Infrastruktur. Koh Samui liegt im Südwesten des Golfs von Thailand. Wegen dieser Lage herrschen dort andere Wetterbedingungen als im übrigen Land. Man spricht von einem eigenen Mikroklima.

Klimatische Besonderheiten auf Koh Samui

Thailand hat als tropisches Land keine vier Jahreszeiten wie in Europa. Man unterscheidet zwischen einer kühlen Jahreszeit von November bis Februar mit Temperaturen bis 30 Grad, einer heißen Jahreszeit von März bis Mai mit Temperaturen, die über 40 Grad reichen, und der Regenzeit von Juni bis Anfang November. Dann können Monsunstürme zu Wolkenbrüchen und Überschwemmungen führen.
Im Gegensatz zu diesen Wetterbedingungen bleibt es auf Koh Samui und den kleineren Nachbarinseln zwischen Mai und September jedoch relativ trocken, denn die Regenzeit beginnt dort erst im Oktober. Sie erreicht im November ihren Höhepunkt mit 18 Regentagen und auch der Dezember ist regnerisch. Im Januar sinkt die Anzahl der Regentage deutlich auf 8 Tage und in den Monaten Februar bis April liegt sie bei höchstens 5 Tagen. Diese drei Monate sind die optimalste Reisezeit mit täglich 10 Sonnenstunden. Aber auch die Monate bis zum Oktober eignen sich für eine Reise.

Strandurlaub auf Koh Samui

Der Hauptgrund für Reisen nach Koh Samui sind die Sandstrände. Zu den schönsten gehören Chaweng und Lamai an der Ostküste. Aber es gibt noch viele andere, die nicht so bekannt sind, wie der ruhige Strand mit körnigem Sand bei Mae Nam im Norden. Da die Insel mit einer Ringstraße umgeben ist, kann man die meisten Strände und andere Ziele mit den typisch thailändischen Sammeltaxis erreichen, sollte sich aber vorher nach dem Preis erkundigen.

Kaum Brandung

Die Wassertemperatur liegt das ganze Jahr hindurch zwischen 27 und 29 Grad. Wegen der vorgelagerten Riffe gibt es auf der Insel außerdem kaum Wellengang, so dass das Baden auch für kleinere Kinder unproblematisch ist. Für Urlauber, die sich auf Wellenbrandung oder auf eine Gelegenheit zum Wellenreiten freuen, ist Koh Samui allerdings nicht geeignet.

Niedrigwasser im Sommer

Am flachen Strand von Chaweng kann es im Sommer zu Niedrigwasser kommen. Man muss dann eine Strecke in das Meer hineingehen, um schwimmen zu können. Wer ein Hotel am nördlichen Teil von Chaweng Beach bucht, muss damit rechnen, dass sich das Meer dort wegen der nahen Koralleninsel bei Niedrigwasser in einen Tümpel verwandeln kann. Die Reiseveranstalter machen in ihren Hotelbeschreibungen nur dezent darauf aufmerksam.

Einkaufen und Essen gehen

Chaweng ist der Standort vieler Hotels, Geschäfte, Restaurants und Bars, die sich an der Beach Road befinden. Ein lebhafter Betrieb beginnt dort in den Abendstunden. Statt die Restaurants direkt an der Beach Road aufzusuchen, findet man in einigen Nebenstraßen einfache thailändische Restaurants. Die Gerichte sind dort so, wie sie die Thai essen. Bilder auf den Speisekarten helfen bei der Auswahl. Eine Empfehlung für jeden, der Kontakte zu der freundlichen Bevölkerung sucht.

Schnorcheln und Tauchen

Koh Samui ist einer der besten Ausgangspunkte für Schnorcheln und Tauchen. Es gibt eine Reihe von deutschsprachigen Tauchschulen, die Lehrgänge, Tauch- und Schnorchelausflüge anbieten. Zu den beliebtesten Zielen gehört Koh Tao, die Schildkröteninsel. Sie liegt im Norden von Koh Samui und bietet spektakuläre Taucherlebnisse. Zu ihnen zählt die Chumphon-Felsspitze, die aus einer Wassertiefe von 35 Metern auf 14 Meter heraufragt und vielen Korallenfischen eine Heimat gibt. Zwischen Februar und April lassen sich dort Walhaie antreffen.

Die beste Reisezeit für Tauchtouren

Man kann bei Koh Tao ganzjährig tauchen. In der Regel sind die Sichtverhältnisse dort sehr gut und reichen bis zu 40 Meter. Bei stärkeren Strömungen sind sie allerdings eingeschränkt. Vom Oktober bis zum Februar kann es windig werden, was die Sicht verringert. Daher liegt die beste Zeit für Tauchgänge zwischen März und September.

Der Nationalpark Mu Ko Ang Thong

Eine Attraktion für Reisende ist ein Besuch des Nationalparks Mu Ko Ang Thong im Westen der Insel. Er wurde 1980 gegründet und umfasst ein Meeresgebiet mit 42 kleineren Inseln aus Kalkstein. Touren zum Nationalpark bieten herrliche Natureindrücke, Klettererlebnisse, Gelegenheiten zum Schnorcheln und Kajakfahren. Allerdings gibt es bei einigen Touren einen regelrechten Massentourismus. Man sollte sich vor dem Buchen über den Ablauf und über die Größe der Gruppe genau informieren, um Enttäuschungen zu vermeiden. Auf einer der Inseln des Nationalparks gibt es Bungalows für Übernachtungen.

Beliebtestes Ausflugsziel: Big Buddha

1972 entstand Big Buddha, eine 12 Meter hohe Statue im Nordosten auf einer vorgelagerten Insel, die man über einen Damm erreicht. Am besten ist ein Besuch am frühen Morgen oder am Abend, da man die Treppe zum Buddha nicht mit Schuhen betreten darf und die Stufen tagsüber heiß werden können. Man hat von dort aus einen herrlichen Blick über die Nordküste und auf die Nachbarinsel Koh Phangan. Der Besuch der Statue und des dortigen Tempels sind kostenlos, aber man kann den Mönchen eine Spende geben.

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