Korsika Reisezeit

Korsika befindet sich etwas südöstlich vom Festland Frankreichs im Mittelmeer und gilt als eines der schönsten Reiseziele für Aktiv- und Erholungsurlauber in Europa. Mit einer Fläche von rund 8.700 km² und einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 180 km gilt Korsika nach Sizilien, Sardinien und Zypern als viertgrößte Insel des Mittelmeeres. Dank seiner ausgezeichneten Lage stellt das Eiland ein echtes Paradies für Wassersportler, vor allem für Taucher und Surfer, dar. Doch auch Erholungssuchende kommen an den unzähligen feinsandigen Stränden voll auf ihre Kosten. Wer die Natur entdecken möchte, kann insgesamt 1.500 km markierte Wanderwege erkunden und dabei zahlreiche atemberaubende Panoramen über die mediterrane Landschaft genießen.

Das Klima auf Korsika

Korsika besitzt ein typisches Mittelmeerklima. Urlauber dürfen sich auf rund 2.800 Sonnenstunden im Jahr freuen – weitaus mehr als das Festland Frankreichs zu bieten hat. In der Regel sind die Sommermonate sehr heiß und trocken, die Winter dagegen mild und feucht. Zudem klettern die Temperaturen im südlichen Teil der Insel auf dem Barometer immer ein paar Grad höher als im Norden.

Wegen des gebirgigen Reliefs der Insel weist Korsika relativ starke Schwankungen bezüglich des Klimas auf: Während im flachen und hügeligen Hinterland bzw. an der Küste ein eher typisch mediterranes Klima herrscht, befindet sich das Zentrum der Insel mit einer Höhe von mehr als 1.500 Metern über dem Meeresspiegel bereits in der alpinen Zone. Diese Gebiete sind im Winter verschneit und bieten sich für einen Skiurlaub an.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen vier Klimazonen:

- Mittelmeerklima (bis zu einer Höhe von 200 m)
- Übergangszone (zwischen 200 und 1.000 m)
- Gemäßigtes Klima (zwischen 1.000 und 1.500 m)
- Alpines Klima (über 1.500 m)

Die Temperatur sinkt mit zunehmender Höhenlage. Die Grenze von 0 °C wird ab einer Höhe von etwa 1.000 m erreicht. Zwischen Oktober und März liegt in den alpinen Regionen der Insel Schnee, meist bleibt dieser bis in den späten Frühling erhalten.

Das Hinterland der Insel weist eine recht hohe Niederschlagsrate im Jahr auf. Zwischen Oktober und April setzen sich die Wolken an den Gebirgen fest und regnen sich in intensiven Schauern ab. Im Sommer treten Schauer durch die starken Temperaturunterschiede häufiger auf, oft werden diese sogar von Gewittern begleitet. Abhängig von der Windrichtung und der Windstärke können die Gewitterfronten auch die Küstengebiete betreffen. Wie viel Niederschlag genau fällt, hängt auf Korsika vor allem von der Höhe ab: Ab einer Höhe von etwa 2.000 m gibt es bereits viermal so viel Regen wie im Küstengebiet, wo es im Sommer weitgehend trocken bleibt.

Die Tagestemperaturen sinken im Winter nicht sonderlich stark ab und betragen meist rund 12 °C, Nachtfrost ist ebenfalls eher selten. Im Frühling steigt das Barometer dann auf durchschnittlich 15 bis 22 °C an, ab Juni kann man mit Temperaturen von durchschnittlich 25 °C pro Tag rechnen. Als heißeste Monate gelten Juli und August mit Temperaturen von rund 30 °C am Tag. Weil sich das Klima jedoch nachts auf rund 19 °C abkühlt, empfinden Reisende die Hitze auf Korsika meist nicht als sonderlich drückend. Der Herbst ist auf der Insel sehr angenehm und meist mit viel Sonne verbunden, Baden ist oftmals sogar bis in den Oktober hinein möglich.

Die leichten Winde, welche für Korsaika relativ typisch sind, treten besonders in den Sommermonaten auf. Vor allem aus Norden und Nordwesten ziehen die sogenannten Mistrale auf, die kalte und trockene Luft auf die Insel führen. Wind, der aus Nordosten die Insel erreicht, ist dagegen meist warm und schwül. Weiterhin bringt der feuchtheiße Wind Scirocco aus dem Südosten häufig Geitterstürme mit sich. Der häufigste und meist konstant wehende Wind ist allerdings der Südwestwind: Er ist verantwortlich für die großen Temperaturschwankungen auf der Insel.

Die beste Reisezeit für einen Urlaub auf Korsika

Grundsätzlich kann Korsika das ganze Jahr besucht werden, allerdings hängt die ideale Reisezeit vor allem davon ab, was man unternehmen möchte. Reisende, die sich vor allem auf die Strände freunden, verbringen ihren Badeurlaub am besten zwischen Mai und Oktober auf der Insel. Im Hochsommer muss jedoch mit hohen Temperaturen über 30 °C gerechnet werden, wobei es dennoch nie drückend heiß wird, da stets eine leichte Brise weht.

Naturliebhaber kommen auf Korsika vor allem im Herbst, wenn die meisten Urlauber die Insel schon wieder verlassen haben, auf ihre Kosten: Die Wanderwege sind leer und die Natur zeigt sich in einer unglaublichen Idylle. Auch das Frühjahr eignet sich mit seinen angenehmen, nicht zu hohen Temperaturen ideal für Wanderungen, Radtouren oder Kletterausflüge. Selbst für Wintersportler ist ein Urlaub auf Korsika zu empfehlen: Zwischen November und Februar befindet sich die Insel sozusagen im “Winterschlaf”. Es befinden sich kaum Urlauber in den Küstenorten und die alpinen Lagen sind verschneit. Zu dieser Zeit hat man übrigens auch die meisten Sehenswürdigkeiten für sich: Kulturelle Highlights, wie zum Beispiel in der Hauptstadt Ajaccio, können dann problemlos ohne lästige Warteschlangen besichtigt werden. Beachtet werden sollte allerdings, dass die meisten Hotels an der Küste im Winter geschlossen sind.

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