Malediven Reisezeit

Die Malediven gehören zurecht zu den schönsten und beliebtesten Reisezielen. Diese Tatsache führt dazu, dass die Wirtschaft zum größten Teil durch diesen stetig ansteigenden Tourismus geprägt ist, was aber nichts an der Attraktivität des Inselstaates ändert. Bei den Malediven handelt es sich eine Ansammlung von Atollen und knapp 1200 Inseln, die sich im Indischen Ozean in der Nähe der indischen Südspitze erstrecken. Gut zweihundert dieser Inseln sind von Einheimischen bevölkert, während knapp 90 Inseln dem Tourismus vorbehalten sind. Geprägt sind die Inseln von Palmen, Sandstränden und schönen Lagunen sowie natürlich dem blau grünen Wasser des Indischen Ozeans. Die Riffe in der näheren Umgebung sorgen für einen Schutz gegen die Monsunstürme, die ganzjährig das Wetter der Malediven bestimmen und somit einen wichtigen Aspekt für die Urlaubspläne darstellen. Denn gerade bei einem Inselurlaub sollte man wissen, auf welche klimatischen Gegebenheiten man sich zu den verschiedenen Reisezeiten einstellen muss.

Konstant schön und dennoch große klimatische Differenzen

Über das gesamte Jahr zeichnet sich der Inselstaat der Malediven durch das feuchttropische Meeresklima aus, was neben dem Landschaftsbild einen großen Teil zur Attraktivität beiträgt. Denn dieses Wetterphänomen sorgt dafür, dass es über die gesamte Zeit des Jahres angenehm warm ist und auch die Temperaturen des Wassers ohne große Schwankungen das ganze Jahr zum Baden einladen. Somit können die Malediven vom Wetter her immer als Reiseziel angesteuert werden. Dennoch sind es die Auswirkungen des schon genannten Monsuns, die je nach Grund und Zweck der Reise beachtet werden sollten. Denn auch wenn glücklicherweise die Wirbelstürme mit ihren gefürchteten Folgen an den Malediven vorüber gehen, wirkt sich der Monsun extrem auf die Wetterbedingungen und somit auf die optimale Reisezeit aus. Unterschieden werden dabei die beiden im Folgenden näher erläuterten unterschiedlichen Varianten des Sturmes.

Der Südwestmonsun und seine Regen bringende Wirkung

In der Zeit von Mai bis Oktober handelt es sich bei dem Wirbelsturm um den so genannten Südwestmonsun. In dieser Form bringt er Regen und Sturm über die Insel. Der Südwestmonsun kommt ungefähr im Mai auf und lässt somit die Regenzeit beginnen, was viel über das dann herrschende Klima aussagt. So ist die Zeit geprägt von Gewittern und vielen Niederschlägen, die teilweise über mehrere Tage andauern können. Vor allem im August und September bietet sich daher kein Urlaub für diejenigen an, die viel Wert auf schöne und angenehme Strandtage sowie ausgedehnte Bootstouren legen. Die Regenzeit ist sehr heiß und aufgrund der dann doch eher unglücklichen Wetterlage eine Reisezeit, die zu günstigen Preisen gebucht werden kann. Das bildet einen großen Vorteil für diejenigen, die keine Probleme mit den Witterungsbedingungen haben.

Der Nordostmonsun als Garant für trockenes und ruhiges Klima

Das Gegenstück zum Südwestmonsun bildet der mit diesem im Wechsel auftretende Nordostmonsun, der von Januar bis April für mehr Trockenheit und ruhiges Wetter sorgt. In dieser Zeit tauchen die Niederschläge sehr viel seltener auf und es beginnt die wahrscheinlich beste Reisezeit für die Malediven, die sich von Dezember bis März erstreckt. Diese Zeit ist dann auch die Hauptsaison dieses Inselstaates, was häufig zu ausgebuchten Inseln und teuren Unterkünften führ. Vor allem um die beliebtesten Termine rund um die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel ist ohne frühzeitige Buchung kaum ein Urlaubsdomizil zu finden. Der April ist dann als Übergang zum wieder einsetzenden Südwestmonsun von sehr hohen Temperaturen, einer erdrückenden Hitze und wenig Wind geprägt. Das sollte für die Urlaubsplanungen unbedingt mit bedacht werden, falls man mit solchen klimatischen Bedingungen Probleme hat.

Reisezeiten für Badeurlauber und Surfer

Wie schon angesprochen muss anhand der gemachten Angaben jeder für sich und seinen Reisezweck entscheiden, welches die wirklich beste Reisezeit ist. Badeurlauber brauchen beispielsweise den Wind höchstens, um einmal ein wenig Abwechslung von der Hitze zu bekommen. Sie genießen aber lieber die Windstille, um sich am Strand so richtig wohl zu fühlen und die Sonnenstrahlen auf sich wirken zu lassen. Hier sind von Januar bis März die besten Monate, in denen man auch von besonders klarem Wasser und der Möglichkeit profitiert, traumhafte Bootstouren unternehmen zu können. Gleiche Zeiten gelten auch für diejenigen, die das Paradies der Malediven als Taucher nutzen möchten.

Surfer hingegen sind angewiesen auf den Wind und einen starken Wellengang. Daher bietet sich für dieses Reiseklientel die Zeit von Ende Mai bis Oktober an, weil der dann herrschende Südwestmonsun ein Garant für den Wind ist. Die dann zu erwartende Windstärke von durchschnittlich 3 bis 4 macht das Surfen in diesem Meer zu einem echten Erlebnis und die Insel zum echten Paradies. Bei der Suche nach der besten Zeit für eine Reise auf die Malediven ist es also wichtig zu klären, was man in diesem Inselstaat erleben möchte. Nur kann man sich optimal auf den Urlaub und die beste Zeit dafür vorbereiten.

Ähnliche Inhalte