Mongolei Reisezeit

Die Mongolei zählt zu den faszinierendsten Ländern Asiens: Das Land, welches als das am dünnsten besiedelte der gesamten Erde gilt und sich im Hochland Zentralasiens befindet, bietet Reisenden unzählige Highlights: Neben der endlos wirkenden Wüste Gobi lässt sich auch die einzigartige buddhistische Kultur entdecken. Weiterhin sind die Mongolen als sehr gastfreundlich und aufgeschlossen bekannt.

Das Klima der Mongolei

Wegen seiner Lage in den Hochgebieten des asiatischen Kontinents weist die Mongolei ein größtenteils kontinentales Klima auf, das von Extremen geprägt ist. Mit recht großen Temperaturunterschieden, die typisch für diese Breiten sind, zeigt sich das Klima des Landes sehr abwechslungsreich. So sind die Sommer für gewöhnlich eher trocken, warm und niederschlagsarm, während es im Winter bitterkalt wird. Die Durchschnittstemperatur liegt in den Wintermonaten bei etwa -25 °C, im Sommer beträgt sie rund +20 °C. Auffallend sind die starken Schwankungen: Die Unterschiede in der Temperatur können sich zwischen Tag und Nacht schnell um 30 °C mehr oder weniger verändern. Dennoch zeichnet sich das Land eher durch schönes Wetter aus: Pro Jahr genießt die Mongolei rund 260 Sonnentage.

Weil das Land sich im zentralen Teil von Asien befindet, fehlt der Temperaturausgleich, den Küstengebiete normalerweise bieten. Auch die recht hohe Lage der Mongolei hat Einfluss auf sein Klima, denn in höheren Schichten der Atmosphäre ist die Luftfeuchtigkeit deutlich geringer. Ein Großteil des Staats befindet sich auf einer Höhe von mehr als 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Aufgrund der mächtigen Gebirgszüge sind die Windgeschwindigkeiten eher gering, daher erreicht im Sommer kaum kältere Luft aus anderen Gebieten das Land. Generell ist die Mongolei ein überwiegend trockenes Territorium. Die Menge des Niederschlags nimmt ab, je weiter man Richtung Süden reist. In der regenreichsten Gegend, dem Norden des Landes, beträgt der Jahresdurchschnitt rund 220 mm. Wenn es einmal regnet, dann meist kurz und intensiv. Dauerregen, der mehrere Tage anhält, wie es in Europa häufig der Fall ist, gibt es in der Mongolei nicht.

Im Süden des Landes liegt die Wüste Gobi, die sich durch eine sehr karge Vegetation auszeichnet. Pro Jahr fallen dort in der Regel nicht mehr als 100 mm Niederschlag, weiterhin kann es sehr heiß werden: Schnell steigt das Barometer im Sommer auf 40 °C und mehr, im Winter dagegen schneit es oft sogar. Der Frost hält sich nicht selten sehr hartnäckig bis in den Juni hinein. In einigen Gebieten der Mongolei herrscht darüber hinaus sogar Dauerfrost.

Die Hauptstadt des Landes, Ulan Bator, befindet sich im Norden und begrüßt den Winter bereits im Oktober, sobald der erste Bodenfrost eintritt. Bis Februar sinken die Temperaturen dann schnell drastisch auf bis zu -30 °C ab. Daher wird Ulan Bator als kälteste Hauptstadt der Erde bezeichnet. Anders als bei uns beginnt der Frühling sehr spät, meist erst Ende Mai. In dieser Zeit treten allerdings dennoch starke Schnee- und Sandstürme auf.

Die beste Reisezeit für einen Urlaub in der Mongolei

Allgemein gilt die Phase zwischen Mai und Oktober als beste Reisezeit für einen Urlaub in der Mongolei. Am stabilsten hat sich bisher der Zeitraum zwischen Juni und September erwiesen. Wer später anreist, geht ein höheres Risiko ein, von plötzlichen Schnee- oder sogar Kälteeinbrüchen überrascht zu werden.
Möchte man die Wüste Gobi besuchen, so eignen sich der September und der Oktober am besten dafür. Dann nämlich ist die größte Sommerhitze vorüber und auch die Nächte sind nicht mehr ganz so eisig. Im Winter muss man in der Wüste mit Schnee rechnen.

Die Hauptstadt des Landes, Ulan Bator, welche sich im Nordosten befindet, kann das ganze Jahr über besucht werden. Allerdings sollte man sich in den Wintermonaten auf frostige Temperaturen vorbereiten. Das jährlich stattfindende Volksfest “Naadam” im Juli zieht unzählige Menschen aus ganz Asien an, weswegen es in dieser Phase schwierig werden kann, eine Unterkunft bzw. Transportmöglichkeiten zu finden. Meist ist die Stadt während der Festwochen überfüllt, was für entspanntes Sightseeing eher hinderlich ist.

Wichtig ist, stets einen guten Sonnenschutz aufzutragen. Durch die hohe Anzahl der Sonnentage ist man zwangsläufig immer einer sehr intensiven UV-Strahlung ausgesetzt – ganz egal, ob in der Wüste, in den Bergen oder in den Städten. Das Tragen einer Kopfbedeckung und schützender Kleidung wird deshalb dringend empfohlen.

Die vier Klima-Katastrophen der Mongolei

Bekanntlich gibt es in der Mongolei zahlreiche Viehhirten, Nomaden und Landwirte. Diese Gruppierungen werden ganz besonders vom Klima des Landes beeinflusst. Durch die geographische Lage der Mongolei kommt es mitunter sehr oft zu extremeren Witterungsverhältnissen, welche Millionen von Tiere bedrohen können, die wiederum die Lebensgrundlage vieler Menschen sind. Prinzipiell unterscheiden die Mongolen dabei zwischen vier katastrophalen Phänomenen, welche von den Einheimischen “Zud” genannt und sehr gefürchtet werden, da sie schnell ihre Existenz bedrohen können.

Sandiger Zud: Sandstürme, die über weite Flächen hinwegwehen
Weißer Zud: Große Mengen an Schnee versetzen das Land in eine Art Winterschlaf
Eisiger Zud: Bitterkalter Eisregen bedeckt das Land
Schwarzer Zud: Dauerhafter Frost herrscht, der die gesamte Vegetation schädigt.

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