Österreich Reisezeit

Österreich bietet aufgrund seiner großen Ost-West-Ausdehnung und seiner unterschiedlichen Klimazonen vielfältige Urlaubs- und Reisemöglichkeiten. Ein großer Teil des Landes ist von den Ostalpen geprägt, wobei der höchste Gipfel – der Großglockner – knapp 3.800 Meter erreicht. Die Alpenrepublik verfügt aber nicht nur über zahlreiche Wintersportgebiete, sondern auch über eine abwechslungsreiche Seenlandschaft. Die bekanntesten Seen Österreichs sind der Neusiedler See im Burgenland, der Attersee in Oberösterreich sowie der Wörthersee in Kärnten. Das Land ist in neun Bundesländer unterteilt, die Hauptstadt ist Wien im Nordosten Österreichs. Weitere sehenswerte Städte sind Graz im Herzen der Steiermark und Salzburg nahe der bayerischen Grenze.

Städtetrip und Surfurlaub im Frühling

Der österreichische Frühling ist im Großteil des Landes kühl bis mild. In den Bergen, in denen bis Anfang Mai meist noch sehr viel Schnee liegt, herrschen zu dieser Zeit häufig noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt vor. Im Osten des Landes sowie in niedriger gelegenen Gebieten klettert das Quecksilber jedoch bereits Ende März tagsüber auf bis zu 15 Grad Celsius. In Wien gibt es im April schon 6 Sonnenstunden und auch nachts fällt das Thermometer nicht mehr unter die 5-Grad-Grenze. Daher eignen sich die Frühlingsmonate vor allem für Besichtigungen der Hauptstadt. In der Stadt an der Donau mit ihren architektonischen Besonderheiten, einer Vielzahl von Museen, Theatern und Opern, kommen vor allem kultur- und geschichtsinteressierte Personen auf ihre Kosten. Bei Spaziergängen durch die Stadt sollte jedoch immer ein Schirm zur Hand sein, da es im April und Mai bis zu 8 Regentage gibt. Im an Wien angrenzenden Burgenland kann der Frühling außerdem zum Surfen genutzt werden. In Podersdorf am Neusiedler See beginnt die Surfsaison im April. Da hier fast durchgehend ein starker Nordwestwind weht und die Temperaturen im Mai bereits auf 20 Grad steigen, herrschen schon früh im Jahr gute Verhältnisse für diesen Sport vor.

Baden und Wandern im Sommer

Die Sommermonate sind in Österreich von hohen Temperaturen bis 35 Grad und den damit verbundenen Wärmegewittern geprägt. In der südlich gelegenen Kärntner Hauptstadt Klagenfurt, in deren Umkreis sich einige Badeseen befinden, liegen die Temperaturen im Juni zwischen 10 und höchstens 23 Grad, im heißesten Monat, dem Juli, sind 30 Grad keine Ausnahme. Die Wassertemperatur des Wörthersees pendelt sich in diesem Monat bei etwa 27 Grad Celsius ein. Obwohl es zwischen Juni und August ungefähr jeweils 10 Regentage in dieser Region gibt, scheint die Sonne im Durchschnitt 8 Stunden pro Tag. Daher ist der Sommer die beste Zeit, um mit der Familie einen Urlaub an einem der zahlreichen Seen Kärntens zu verbringen, zu schwimmen, Tretboot zu fahren und zu tauchen. Wer den Wandersport bevorzugt, sollte sich in die alpinen Regionen Tirols begeben, wo in den Sommermonaten angenehme Temperaturen um die 18 Grad vorherrschen. Der Adlerweg zwischen St. Johann in Tirol und St. Anton am Arlberg ist eine der bekanntesten Weitwanderrouten Österreichs und gleichermaßen für Anfänger wie Fortgeschrittene geeignet.

Städteurlaub und Klettern im Herbst

Wenn sich der Sommer Anfang September langsam dem Ende zuneigt, gehen die Temperaturen im ganzen Land kontinuierlich zurück. Während das Thermometer in diesem Monat in Graz noch auf über 20 Grad steigt, sinkt es im Oktober bereits auf 13 Grad. In der steirischen Hauptstadt regnet es während der Herbstmonate nur an 6 bis 7 Tagen, die Sonne lässt sich zwischen 4 und 5 Stunden pro Tag blicken. Aufgrund dieser Tatsache ist eine Besichtigung der Attraktionen von Graz, zu denen unter anderem die historische Altstadt, der weltbekannte Uhrturm, das Schloss Eggenberg und viele Grünanlagen gehören, im Herbst am empfehlenswertesten. Aber auch Ausflüge in das Grazer Umland, vor allem in die Gegend der Südsteirischen Weinstraße, eignen sich bei dieser milden Wetterlage. Touristen, die sich mehr für sportliche Aktivitäten interessieren, können sich im Klettern versuchen. Im Gebiet um den niederösterreichischen Klettergarten am Peilstein zeigt das Thermometer auch im Oktober noch zirka 15 Grad an, Niederschläge sind dort im Herbst eher selten. In der Tiroler Region rund um den Klettersteig der Martinswand sorgt der warme Föhn – ein leichter, warmer Fallwind – bis Anfang November für gute Kletterverhältnisse.

Skifahren und Ausspannen im Winter

Österreich verfügt über unzählige Skigebiete mit hoher Schneesicherheit in den Wintermonaten. Zu den meist besuchten Wintersportregionen gehören Ischgl in den Tiroler Alpen und Saalbach-Hinterglemm im Bundesland Salzburg. Da Ischgl etwas höher gelegen ist, sinken die Temperaturen hier nachts auf mehr als -5 Grad Celsius, am Tag ist es oft unbewölkt und wärmer bei leichten Plusgraden. Weniger wintersportbegeisterte Familien finden im Winter Entspannung in einer der vielen Thermen im so genannten Steirischen Vulkanland. Diese haben das ganze Jahr über geöffnet, die klimatischen Bedingungen spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. In der Adventszeit zahlt sich darüber hinaus ein Ausflug nach Salzburg aus. Bei Mindesttemperaturen zwischen -3 und 0 Grad bietet sich der berühmte „Christkindlmarkt“ vor der Kulisse der Burg Hohensalzburg zum Aufwärmen bei einer Tasse Glühwein besonders an.

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