Patagonien Reisezeit

Die südamerikanische Region Patagonien liegt nördlich der Magellanstraße sowohl in Argentinien, als auch in Chile. Eine genaue Abgrenzung des Gebietes ist nicht festgelegt. Häufig wird auch das südlich der Magellanstraße gelegene Feuerland hinzugezählt. Patagonien wird in zwei Großlandschaften unterteilt, welche durch die Anden getrennt werden. Die Landschaft der Region in Südamerika ist geprägt vom immergrünen valdivianischen Regenwald, von steppenartigen Ebenen sowie vom chilenischen Inlandeis und einem Teil der Anden. Im chilenischen Teil Patagoniens zählt der Tourismus zur Haupteinnahmequelle. Sowohl im chilenischen, als auch im argentinischen Teil der Region finden sich kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, schöne Landschaften und einzigartige Naturschauspiele. Der Nationalpark Los Glaciares in Argentinien zählt zum Welterbe der UNESCO und besteht zu einem großen Teil aus Gletschern, welche gerne von Trekking-Touristen erklommen werden. Der Nationalpark Torres del Paine liegt in Chile und besteht aus Granitbergen, Gletschern, Fjorden und Seen und wird ebenfalls gerne von Bergsteigern, Wanderern und Naturliebhabern besucht.

Patagonien – Klimatische Bedingungen der verschiedenen Regionen

Das Klima ist im größten Teil von Patagonien gemäßigt bis kühl und die Winter sind lang, während die anderen Jahreszeiten relativ kurz sind. Grob kann die Region in zwei Klimazonen unterteilt werden, in den Teil westlich der Anden und in den Teil östlich der Anden. Im äußeren westlichen Teil Patagoniens in den Anden gibt es viel Niederschlag, wobei es östlich der Gipfel im Regenschatten des Gebirges dagegen sehr trocken ist. Die Feuchtigkeit vom Pazifischen Ozean regnet sich an der Westseite der Anden ab, wodurch extrem trockene Gebiete, die wüstenähnlichen, semi-ariden Zonen entstehen. Typisch für die Wetterbedingungen in nahezu allen Teilen Patagoniens ist ein starker, kühler Wind, welcher ganzjährig auftreten kann.

Temperaturen und Temperaturunterschiede der verschiedenen Teile Patagoniens

Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Patagonien beträgt etwa 6,5 Grad Celsius, wobei es im Januar rund 11 Grad Celsius sind. Allerdings können die Temperaturen in den verschiedenen Teilen der Region erheblich schwanken. Im patagonischen Gebiet östlich der Anden kann Polarluft für Frost sorgen, welcher das ganze Jahr über anhält. Eine Ausnahme bildet hier jedoch als wärmster Monat der Januar. In Zentralpatagonien kann das kontinentale Klima nördlich auch Höchsttemperaturen von circa 30 Grad Celsius im den Monaten Januar und Februar hervorrufen. Im südlichen Teil Patagoniens ist es in der Regel kälter als in anderen Teilen.

Mögliche Reisezeiten für Patagonien

Als beste Reisezeit für Patagonien bietet sich der argentinische Sommer in dem Zeitraum von Oktober bis April an, wobei sich die Hauptreisezeit auf die Monate Dezember, Januar und Februar beschränkt. In diesen Sommermonaten steigen die moderaten Temperaturen am Tage selten über 20 Grad Celsius, fallen allerdings in manchen Nächten auf 0 Grad Celsius zurück. Die Wintermonate von Mai bis September werden in der Regel sehr kalt und viele Regionen Patagoniens sind dann verschneit. In den Monaten Mai und Juni ist zudem mit starken Regenfällen zu rechnen. Diese Wetterverhältnisse führen in vielen Gebieten zu einem Fahrstopp von öffentlichen Verkehrsmitteln und viele Lokale sowie Hotels sind in dieser Zeit geschlossen. Ausflüge zu bestimmten Sehenswürdigkeiten können zudem aufgrund des Wetters in den winterlichen Monaten nicht stattfinden. Es empfiehlt sich daher, Patagonien ausschließlich während der Sommermonate zu bereisen.

Die besten Reisezeiten der einzelnen Gebiete Patagoniens

Nordpatagonien ist vor allem von September bis April ein attraktives Reiseziel, da hier in dieser Zeit ein milderes Klima herrscht. Im Sommer sind Temperaturen von 20 bis 30 Grad Celsius möglich, wobei stets mit einem starken Abfall der Temperaturen durch heftigen Wind zu rechnen ist. Im Norden Patagoniens zählt das Seengebiet bei Bariloche zu den beliebtesten Zielen. Der südliche Teil Patagoniens hingegen stellt im Zeitraum von Dezember bis März ein adäquates Reiseziel dar. Im Sommer treten Temperaturen von über 20 Grad Celsius sehr selten auf, im Winter sind Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius keine Seltenheit.

Während der Sommermonate bietet sich die Küste des Atlantischen Ozeans im Süden Patagoniens zum Whale Watching an und an den nördlichen Küstenregionen ist sogar ein Badeurlaub möglich. Die Anden sind während dieser Zeit die ideale Region für Wanderer und Bergsteiger. Der Winter in Patagonien ist besonders für Skifahrer interessant, wobei extreme Temperaturen und starke Winde viele Skipisten unbefahrbar machen können. In Feuerland herrschen, ohne den Schutz der riesigen Anden, ganzjährig niedrige Temperaturen mit starkem Wind. Die Maximaltemperatur liegt hier selbst in den Monaten von Dezember bis März lediglich bei 14 Grad Celsius.

In Patagonien herrscht im Januar eine durchschnittliche Tageshöchsttemperatur von ungefähr 20 Grad Celsius, wobei die täglichen Sonnenstunden hier etwa 53 Prozent betragen. Im Gegensatz dazu weisen die Sonnenstunden im Juni 39 Prozent auf und die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur liegt bei 8 Grad Celsius. Darum empfiehlt sich eine Reise nach Patagonien vorwiegend in den Monaten des argentinischen Sommers.

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