Provence Reisezeit

Die Provence stellt eine sonnenverwöhnte Landschaft im Südosten Frankreichs dar. Bekannte Städte wie Toulon, die bedeutende Hafenstadt Marseille, das charmante Nizza, die historische Hauptstadt Aix-en-Provence sind ebenso mit dem Namen dieser Region verbunden wie feinsandige Strände, leuchtend blaue Lavendelfelder und urtümliche Landschaften zwischen Bergen und Meer. Die Provence wird im Westen durch das Rhônedelta begrenzt, im Süden durch das Mittelmeer, die Grenze im Norden bilden die Hautes-Alpes, lediglich die Grenze im Osten ist eine von Menschen geschaffene: Hier grenzt die Provence an Italien. Die Provence ist ein ausgesprochen beliebtes Reiseziel, denn diese außergewöhnliche Landschaft bietet eine breite Palette zwischen Naturerleben und Kultur. Dem historisch Interessierten hat die Provence genau wie dem Erholungssuchenden eine ganze Menge zu bieten, sie eignet sich für Familienferien ebenso wie für den Aktivurlaub.

Klimatische Bedingungen

Ohne zu übertreiben, kann man die Provence als besonders sonnige Gegend beschreiben, denn die durchschnittliche Sonnenstundenzahl liegt bei 2.600 bis 3.000 Stunden pro Jahr – in Deutschland liegt der Durchschnitt bei 1.300 bis 1.800. Doch nicht allein die Anzahl der Sonnenstunden ist ausschlaggebend für das besonders angenehme Klima der Provence. Wichtig und bestimmend ist die Lage, die für das von mediterranen Einflüssen gekennzeichnete Klima verantwortlich ist. Das Land zwischen Mittelmeerküste und alpiner Bergkulisse ist geprägt von trockenen, heißen Sommern und einer sogar in den Wintermonaten relativ geringen Anzahl von Regentagen. Die Regentage liegen im Jahreslauf bei 5 bis 7 Tagen in den Monaten Oktober bis März, bei 4 bis 5 in den Monaten April, Mai und September. In den Sommermonaten Juni, Juli und August tendieren sie von 4 bis gegen 2. Auch die Wassertemperaturen an der Mittelmeerküste der Provence können sich sehen lassen, wer angenehm temperiertes Wasser bevorzugt, findet hier traumhafte Bedingungen vor: Die Wassertemperatur liegt zwischen Dezember bis April bei etwa 13 bis 15 Grad Celsius, in Mai und November kann man mit bis zu 16 Grad Celsius rechnen, der Sommer verwöhnt mit anfangs 18 Grad Celsius im Juni bis hin zu satten 22 Grad Celsius im Juli und pendelt sich in August, September und Oktober immerhin noch bei 19 bis 21 Grad Celsius ein. Die Lufttemperaturen weisen eine der Lage an der Mittelmeerküste entsprechende Kurve auf.

Minustemperaturen werden überhaupt nicht gemessen. Im Januar liegen die Werte zwischen 3 und 11 Grad Celsius, der Februar legt mit 4 bis 12 Grad Celsius etwas nach. Frühlingshaft wird es schon im März mit 6 bis 15 Grad Celsius, der April toppt diese Werte mit satten 9 bis 18 Grad Celsius. Schon im Mai sind in der Provence sommerliche Temperaturen zu erwarten, 12 bis 22 Grad Celsius sind die Regel. Im Juni beginnt der Sommer, 16 bis 26 Grad Celsius sind keine Ausnahme. Juli und August, die als die heißesten Sommermonate gelten, verwöhnen mit Werten zwischen mindestens 18 oder 19 und maximal 29 Grad Celsius. Der September weist Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius auf, dicht gefolgt vom Oktober, der mit immerhin noch 12 bis 21 Grad Celsius zu punkten weiß. Der November bereitet mit 7 bis 15 Grad Celsius schon dezent auf den Winter vor, der im Dezember mit 3 bis 11 Grad Celsius gleiche Werte wie der Januar aufweist.

Die beste Reisezeit

Obwohl das mediterrane Klima in Verbindung mit den milden Temperaturen eigentlich ganzjährig zu einem Urlaub in der Provence einladen, sind doch Frühjahr und Herbst eindeutig die bevorzugten Reisezeiten. Zu dieser Zeit kann der Gast alle Annehmlichkeiten genießen, das vielfältige kulturelle und sportive Programm entfaltet sämtliche Facetten und man geht dennoch dem touristischen Andrang in den beiden favorisierten Sommermonaten Juli und August aus dem Weg. Im Frühling bezaubert die aus dem Winterschlaf erwachende Natur mit blühenden Kräuterfeldern und betörend duftenden Mandel- und Obstbäumen. Wer heißes, trockenes Wetter liebt, wird von einem Sommeraufenthalt in der Provence begeistert sein, zumal die Hitze durch den ständig vom Meer her streichenden Wind gemildert wird. Auch die Nächte sorgen für Abkühlung. Besonders attraktiv sind in dieser Zeit die leuchtenden Lavendelfelder. Allerdings ist zu bedenken, dass in Juli und August die Franzosen Ferien haben und dadurch auch die Provence von Urlaubsgästen förmlich überschwemmt wird. Dagegen bietet der Herbst für den Kenner das intensivste Erlebnis. Im Herbst entfaltet die Provence ihre überwältigende Schönheit in allen Nuancen. Die Natur beginnt sich zu verfärben und bietet unvergleichliche Farbspiele, die Sommergäste haben die Provence verlassen und die Landschaft besinnt sich wieder auf sich selbst. Das ist die Zeit für Genießer. Obwohl die Wintermonate relativ mild sind, ist die Provence nicht unbedingt für den Winteraufenthalt prädestiniert. Im Winter herrscht hier eher besinnliche Stille.

Die Provence – vielseitig, faszinierend und bezaubernd

Wenn auch sicherlich die klimatischen Bedingungen wichtig für einen Urlaub sind, sollten andere, ebenso wichtige Faktoren nicht vernachlässigt werden. Die Provence bietet neben einem ausgesprochen angenehmen Klima und Wohlfühltemperaturen jede Menge Attraktionen: Städte, deren historische Sehenswürdigkeiten begeistern, überwältigende Natur, die beispielsweise in der einzigartigen Carmargue zum Ausdruck kommt – und nicht zuletzt eine Küche, die fulminante kulinarische Highlights bietet.

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