Rocky Mountains Reisezeit

Die Rocky Mountains sind ein Gebirgszug, der sich von Nord nach Süd über die westlichen Bundesstaaten der USA hinweg erstreckt. Mit einer Höhe von etwa 2.400 bis 4.100 Metern über dem Meeresspiegel ist das Gebiet relativ hoch gelegen, mitunter gibt es sogar Schneegebiete. Weiterhin ist der zugehörige Rocky Mountains National Park im Bundesstaat Colorado ein Touristenmagnet. Er befindet sich rund 65 Meilen von Denver entfernt und ist ein Paradies für Naturliebhaber: Glitzernde Flüsse und Seen, unberührt wirkende Wiesen und dichte Wälder laden zu Wanderungen und anderen Freizeitaktivitäten ein.

Das Klima der Rocky Mountains

Da die Rocky Mountains sich durch eine recht abwechlungsreiche Topographie auszeichnen, beinflussen diese Höhenunterschiede natürlich auch die Vegetation und das Klima.
Generell wird es jedoch im Winter überall recht frostig und windig in der Region. Die Windgeschwindigkeiten können schnell mehr als 150 km/h betragen. Da die Rocky Mountains sich klimatisch gesehen in einer Tundrazone befinden, sind die Wintermonate nahezu arktisch und sehr lang, die Sommer dagegen kurz und heiß. Diese extreme Kälte bedeutet allerdings nicht, dass es dort kein Leben gibt – im Gegenteil! Obwohl die warme Periode nur zwischen zehn und zwölf Wochen andauert, gedeihen unzählige Pflanzenarten in den Gebirgsregionen. Vor allem kleinwüchsige Wildblumen wie zum Beispiel Hahnenfuß, Primeln oder Schlüsselblumen findet man in großer Zahl. An die außergewöhnliche Witterung haben sich darüber hinaus auch die Wildtiere der Rocky Mountains angepasst, zu denen unter anderem Pfeifhasen, Murmeltiere, Taschenratten, Elche und Schneehühner zählen.

Besucht man den Rocky Mountains National Park und reist beispielsweise von Denver oder Boulder aus an, so wird man den Temperaturunterschied schnell bemerken. Auch während der warmen Periode sollte man immer eine Jacke mit sich tragen. Durch die Mitte des Nationalparks verläuft der sogenannte “Continental Divide” diagional von Nordwest nach Südost. Dadurch entstehen zwei Witterungsgebiete, die sich klar voneinander unterscheiden: Eines davon erstreckt sich über den östlichen Teil nahe Estes Park, das andere liegt etwas westlicher in der Region rund um Grand Lake.

Die Tage im Sommer laufen meist relativ ähnlich ab: Vormittags ist es meist klar und sonnig, nachmittags ziehen mitunter kurze Schauer oder sogar Gewitter auf. Abends und nachts wird es dagegen sehr kühl. Viele Tiere lassen sich vor allem im Winter gut beobachten, wenn Schnee liegt und diese dadurch besser in der Natur sichtbar werden. Achtung: Wegen der Höhenlage sollte man das ganze Jahr über einen guten Sonnenschutz auftragen, da die UV-Strahlung in den Rocky Mountains sehr hoch ist.

Am angenehmsten sind die Temperaturen in Höhenlagen unter 2.700 Metern. Bewegt man sich dagegen in den höher gelegenen Gebieten wie Trail Ridge Road, am Longs Peak oder auch Bear Lake, die sich teilweise auf mehr als 4.000 Metern Höhe befinden, so muss man selbst im Sommer mit Schnee rechnen. Dies kommt dennoch eher selten vor, meist ist es lediglich sehr kalt tagsüber. Weiterhin kann das Wetter schnell umschlagen, was eine allgemein bekannte Eigenschaft hoher Gebirge ist. Das Mitführen von Kleidung, die man bei Bedarf an das Wetter anpassen kann, wird daher in jedem Fall empfohlen.

Die beste Reisezeit für die Rocky Mountains

Welche Reisezeit sich als die beste erweist, kann nicht pauschalisiert werden. Es kommt in erster Linie darauf an, was man in seinen Ferien in den Rocky Mountains unternehmen möchte.

Allgemein lässt sich der Sommer als beste Jahreszeit für Ausflüge und lange Wanderungen nutzen, da es nie zu heiß wird. Die Tagestemperaturen liegen dann in den niedrigeren Gebieten der Rocky Mountains bei rund 20 bis 25 °C. Nachts kühlt es auf bis zu 5 °C ab. Im Durchschnitt beträgt die Niederschlagsmenge pro Jahr etwa 330 mm in Estes Park, in Grand Lake dagegen rund 500 mm.

In den Wintermonaten zwischen Dezember und März herrschen in den höheren Gebieten arktische Bedingungen mit starken Windböen, Tiefschnee und plötzlich auftretenden Schneestürmen. In den niedrigeren Lagen im östlichen Teil des Gebirges liegt deutlich weniger Schnee als im Westen. Wer zum Skifahren oder Snowboarden anreist, besucht die Rocky Mountains am besten zwischen Januar und März.

Das Frühjahr ist in den Rocky Mountains bereits deutlich milder als der Winter, jedoch kann es immer noch zu Schneefällen kommen. In Höhenlagen zwischen etwa 2.500 Metern und 2.900 Metern beginnt der Frühling meist gegen Ende April. Die ersten Wildblumen blühen zwischen April und Mai in den niedrigeren Gebieten auf, ab Mai ist die Trail Ridge Road geöffnet und bietet sich für interessante Wanderungen durch die Natur an.

Tierbeobachter kommen im Herbst, also zwischen den Monaten September und November, am ehesten auf ihre Kosten. Das Wetter ist meist noch angenehm und trocken, jedoch wird es ab November schon recht frostig. Besonders schön zeigt sich der September in den Rocky Mountains, wenn die Blätter sich leuchtend rot färben und den Besuchern ein wunderschönes Bild bieten. Die in der Natur lebenden Elche begeben sich ab September in die Täler, sie lassen sich sogar von vielen Wanderwegen aus beobachten.

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