Venedig Reisezeit

Die Lagunenstadt an der Adria im Nordosten Italiens gehört zu den häufig besuchten Reisezielen in Europa. Venedig gilt als klassische, romantische Kulisse für Flitterwochen. Kanäle in einer Gesamtlänge von 38 Kilometern, überspannt von knapp 400 Brücken, durchziehen das historische Zentrum der Stadt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Markusplatz mit dem im byzantinischen Stil gebauten Markusdom sind weltberühmt. Neben dem Dom steht der Campanile, das Wahrzeichen Venedigs. Die Rialto- und die Seufzerbrücke, der Dogenplast und viele weitere bedeutende historische Bauwerke und sakrale Gebäude prägen das Stadtbild Venedigs. Badeurlaub auf dem Lido und Kulturreise lassen sich in “La Serenissima” günstig miteinander verbinden. Auch Feinschmecker und Shopping-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Die unzähligen engen Gassen des “centro storico” eignen sich gut zum Bummeln und Schauen.

Klima und Wetter im venezianischen Frühling

Der Frühling an der Adria kündigt sich im März an: Dann erwärmt sich die Luft auf durchschnittlich 12 °C, die niedrigsten Temperaturen liegen bei 5 °C. Der April bringt laut Klimatabelle rund neun Regentage und milde Temperaturen um 17 °C. Im Mai steigt das Thermometer dann bereits auf 21 °C und bietet rund acht Sonnenstunden pro Tag. Das Wasser des Mittelmeeres erreicht 17 °C – eine Temperatur, bei der mediterrane Menschen noch nicht baden gehen. Sie warten bis zum Juni, wenn durchschnittlich 21 °C Wassertemperatur gemessen werden. Der Frühsommer kann in Venedig bei Tagestemperaturen von 25 °C bereits recht warm sein. Nachts fällt das Thermometer maximal bis auf 17 °C.

Sommer in Venedig 

Im Juli und August ist es im italienischen Nordosten wie überall am Mittelmeer am heißesten. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 28 °C, kann aber auch 30 °C und mehr erreichen. Die Tiefsttemperaturen pendeln sich bei 19 bzw. 18 °C ein, sodass eine leichte Abkühlung in den Abend- und Nachtstunden erwartet werden darf. Sieben Regentage monatlich sind im Schnitt aber auch im Sommer möglich. Sommerliche Schauer bringen selten Temperaturstürze mit sich, die sich negativ auf die Wassertemperaturen auswirken könnten. Der regenärmste Monat ist der September, der nur an fünf Tagen mit Niederschlägen aufwartet. Während der Hauptsaison ist die Adria etwa 24 °C warm. Obwohl im September noch eine Tagestemperatur von durchschnittlich 24 ° in Venedig herrscht, kündigt sich gegen Ende dieses Monats der Herbst an. Nur noch sechs Stunden Sonne pro Tag legen ihren Glanz auf „La Serenissma“.

Herbstliche Tage an der Lagune

Im Oktober können Reisende am Canal Grande noch mit Tagestemperaturen zum 19 °C rechnen und sich gut im Freien aufhalten. Die Wassertemperaturen liegen jetzt noch bei etwa 18 °C. Aber es werden bereits Tiefsttemperaturen von nur 11 °C gemessen, und die Regentage nehmen wieder zu. Die Herbststimmung drückt sich im November durch Tagestemperaturen von 11°C, Wassertemperaturen um 14 °C und neun Regentage pro Monat aus.

Venezianischer Winter

Winter herrscht von Dezember bis Ende Februar – was die Venezianer und Besucher aus aller Welt nicht daran hindert, den historischen Karneval mit aufwendigen Kostümen und Masken zu feiern. Temperaturen von 6 bis 8 °C Grad sind jetzt an der Tagesordnung, in der Nacht friert es bisweilen leicht. An rund sieben Tagen im Monat regnet es, es kommt in manchen Jahren auch zu Schneefällen. Die Luftfeuchtigkeit steigt in den Wintermonaten auf über 80%, liegt mit über 70% aber ganzjährig ziemlich hoch.

Klimatische Besonderheiten in Venedig 

Ingesamt unterscheidet sich das Klima in der Lagunenstadt stark von dem in südlicheren mediterranen Regionen. In Venedig herrscht gemäßigtes Mittelmeerklima, das erhebliche Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter mit sich bringt. Der Wind von der Adria sorgt auch in den wärmeren Monaten vor allem in den Abendstunden häufig für eine frische Brise.

Als beste Reisezeit für Besucher, die nicht nur von Venedigs Kultur angezogen werden, sondern auch Strandleben genießen wollen, empfehlen sich Juni und September, aber auch Mai und Oktober. Im Hochsommer ist der Strand meistens überfüllt und kaum eine der typischen Kabinen zu ergattern.

Wer in Venedig von einem Schauer oder einem Regenguss erwischt wird, sollte sich an der Gelassenheit der Einheimischen ein Beispiel nehmen. Diese warten die Niederschläge unter einer Markise beim Espresso ab – denn sie sind mit dem Wasser von oben wie von unten eng verbunden.

Hochwasser ist ein Thema, auf das Besucher vorbereitet sein sollten. Besonders im Winter kommt es immer wieder zu Hochwasseralarm, dem die Einheimischen mit Fatalismus begegnen. Die Ursache für das “acqua alta” sind Flutwellen, die von der Adria mächtige Wassermassen in Venedigs Kanäle drücken. Dann kann der Markusplatz nur noch in kniehohen Gummistiefeln überquert werden – so hoch steht das Wasser. Bei akuter Hochwassergefahr ertönen Warnsirenen, sodass die Venezianer rasch Holzstege aufbauen, über die Passanten trockenen Fußes laufen können. Touristen betrachten das Hochwasser gern als zusätzliche Attraktion in Venedig, doch für den Alltag bedeutet das “acqua alta” eine lästige Beeinträchtigung.

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