Vietnam Reisezeit

Vietnam ist ein von Norden nach Süden lang gestrecktes Land in Südostasien. Nachdem hier sehr lange Zeit Besuche unmöglich waren, beginnt Vietnam nun langsam wieder, für Reisende interessant zu werden, welche die Jahrtausende alte Kultur des Landes kennen lernen wollen. Generell kann man sagen, dass man das ganze Jahr über nach Vietnam reisen kann. Bedingt durch seine Ausdehnung von Nord nach Süd bestehen in Vietnam jedoch mehrere ganz unterschiedliche Klimazonen. Auch die Gebirge im Norden und in der Mitte tragen zur Unterschiedlichkeit des Klimas bei. So wird der Norden eher durch subtropisches, der Süden eher durch tropisches Klima bestimmt. Da man meistens nicht das ganze Land bereist, ist es sinnvoll, sich darüber zu informieren, welches Wetter in der Region zu erwarten ist, die man als Ziel ausgewählt hat.

Das Wetter im Norden des Landes

Im Norden von Vietnam ist das Klima subtropisch, mit heißen Sommern, die von Mai bis Oktober dauern und milden Wintern zwischen November und April. Ganz im Norden des Landes kann es im Januar auch schneien, in jedem Fall wird es meistens ziemlich nass und die Temperaturen liegen um die 15 Grad. Darüber hinaus ist die Luft feucht und kühl, jedoch ist der Winter eher die Trockenzeit, in der es nur einige Schauer geben kann. Im Sommer wird es sehr heiß mit Temperaturen bis über 30 Grad und vor allem sehr feucht mit der Möglichkeit von Gewitterstürmen und starkem Regen. Diese konzentrieren sich jedoch meist auf zwei oder drei Stunden am Nachmittag und kühlen die schwüle Luft etwas ab. Wenn man dies in Betracht zieht, steht einem Aufenthalt trotzdem nichts im Wege. Ein starker Besuchermagnet ist die Bucht von Halong, und je nachdem, was man sucht, gibt es unterschiedliche Lösungen. Im Winter ist es nicht so heiß, es kann aber wegen der kühlen, relativ feuchten Luft eine eingeschränkte Sicht herrschen. Der Sommer mit seinen hohen Temperaturen ist vor allem für Urlauber interessant, die auch Baden und Wassersport machen wollen. Die Stadt Hanoi hat ein Klima, das dem der Halong Bucht ungefähr vergleichbar ist.

Eine andere Region, die viele Touristen anzieht, ist die Gegend von Sapa im Nordwesten des Landes nahe der chinesischen Grenze. Hier leben auf 1.600 Metern Höhe viele Minderheiten mit ihren typischen Lebensgewohnheiten und die immensen grünen Reisterrassen erfreuen das Auge. Das Klima in dieser Region ist sehr wechselhaft. Je nachdem, welche Jahreszeit man bevorzugt, muss man sich auf tiefe Temperaturen und Feuchte im Winter einstellen, oder um die Regenzeit im Sommer herum, von Mai bis September, auf Temperaturen bis zu 30 Grad. Den meisten Regen gibt es jedoch im Juli und August.
Je weiter man nach Süden kommt, desto tropischer wird auch das Klima. Jedoch ist es noch ausgeglichener als in Südvietnam, sodass man zum Beispiel nach Hue und Danang am besten im März oder April fährt, wenn die Temperaturen angenehm sind, aber die Regenzeit und auch die Zeit der Taifune, die immer mal auftreten können, noch nicht begonnen hat.

Das Wetter im Süden des Landes

Das Wetter in Südvietnam ist tropisch, hier ist es wesentlich trockener und sonniger als im Norden des Landes. Im Winter steigen die Temperaturen auf bis zu 30 Grad, in der Nacht kühlt es aber unter 20 Grad ab, sodass diese Zeit für alle, die große Hitze scheuen, die beste Reisezeit ist. Da dies die Trockenzeit ist, regnet es hier auch nicht sehr oft. Ausflüge ins Mekong-Delta sollte man zu dieser Zeit einplanen. Von Februar bis Mai wird es sehr warm und schwül und für Reisende, die diese Temperaturen nicht gewöhnt sind, kann das zu Kreislaufproblemen führen. In der Regenzeit von Juni bis Oktober ist es ebenfalls sehr heiß, durch die nachmittäglichen Regengüsse kühlt es zumindest einmal am Tag ziemlich ab und die Temperaturen werden erträglicher. Die Gegend von Ho Chi Minh City liegt in diesem Klimabereich und es ist hier oft unerträglich schwül und feucht.
Eine Ecke gibt es in Südvietnam, die nicht so direkt vom Monsun betroffen ist, also auch nicht eine so ausgeprägte Regenzeit und das ganze Jahr über ein warmes, ausgeglichenes Klima hat, das ist die Gegend von Nha Trang und Dalat, die an der mittleren Küste liegen. Hier ist es nur im November und Dezember etwas regnerischer, jedoch das ganze restliche Jahr über angenehm. Wer gerne einen Badeurlaub in Südvietnam verbringen möchte, hat an der Küste zwischen Da Nang über Nha Trang bis zur Insel Phu Quoc nahe der kambodschanischen Grenze die Auswahl zwischen vielen Badeorten. Hier ist die beste Badezeit zwischen Februar und Mai.

Ähnliche Inhalte