Westkanada Reisezeit

Westkanada umfasst die vier kanadischen Provinzen British Columbia, Manitoba, Saskatchewan und Alberta an der Westküste Nordamerikas. Die größte Stadt und gleichzeitig das Zentrum Westkanadas ist die 2,3-Millionen-Einwohner Vancouver. Die Landschaft ist geprägt von einer großen Vielfalt – von der ausgeprägten insgesamt 25.000 Kilometer langen Pazifikküste und den Ausläufern der Rocky Mountains in British Columbia über die weitläufigen Prärielandschaften in Alberta und den vielen kleinen und großen Seen in Manitoba bis hin zu den ausgedehnten Nadelwäldern in Saskatchewan. Tausende Touristen aus aller Welt zieht es jährlich nach Westkanada, um die einmalige kanadische Wildnis zu entdecken. Die nahezu unberührten riesigen Naturparks mit der einzigartigen Flora und Fauna gelten als die größten Attraktionen der Region. So können unter anderem in Manitoba Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Außerdem besuchen unter anderem jährlich vier Millionen Euro die Kleinstadt Banff und den gleichnamigen Nationalpark sowie den berühmten Bergsee Lake Louise in den Rocky Mountains. Die Region zählt zu den landschaftlich schönsten Regionen des gesamten Landes.

Das Klima in Westkanada

Westkanada umfasst aufgrund seiner Größe und der völlig unterschiedlichen Landschaften verschiedene Klimazonen. In den Küstenregionen von British Columbia die zu den wärmsten Regionen des Landes gehören, herrscht aufgrund der Pazifik-Strömung ein angenehmes Seeklima mit trockenen Sommern mit Werten von bis zu 25 Grad Celsius und niederschlagsreichen aber milden Wintern. Die Pazifik-Winde sorgen direkt an der Küste rund um Vancouver zusätzlich für erträgliche Temperaturen. In den Wintermonaten erreichen die Temperaturen hier nur selten Werte unter 0 Grad Celsius. Schnee fällt direkt an der Küste nur selten. Allerdings gibt es an der westkanadischen Küste auch deutlich mehr Regentage als im Landesinneren. Mit mehr als 2.100 Sonnenstunden im Jahr gehört die Provinz-Hauptstadt Victoria zu den wärmsten und trockensten Regionen des Landes. Hier regnet es nur halb so viel wie im benachbarten Vancouver und Vancouver Island. Geschützt von den kalten Temperaturen im Landesinneren werden die Küstenabschnitte von British Columbia durch die Küstengebirge, den Coast Mountains, mit bis zu 4.000 Meter hohen Bergen. Die Sommer-Temperaturen liegen hier bei etwa 20 Grad Celsius. In den höheren Lagen kann es auch im Sommer zu starken Schneefällen kommen. Hier bleibt der Schnee lange Zeit liegen.

Deutlich kälter sind die Winter in Manitoba und Saskatchewan. Diese Provinzen werden vom arktischen Klima beeinflusst. Hier sind extreme Temperaturen von bis zu -40 Grad Celsius möglich. Im Sommer steigt das Thermometer auf Werte von über 30 Grad Celsius. In den verschiedenen Regionen von Westkanada sollte man sich auf unterschiedliche Niederschlagsmengen einstellen. In den Ausläufern der Rocky Mountains sind die Niederschlagsmengen erfahrungsgemäß sehr groß. Ab einer Höhe von 1.200 Metern fallen diese Niederschläge auch oft als Schnee. Ansonsten ist in Westkanada im gesamten Jahr nur selten mit ausgiebigen Regenfällen zu rechnen. Pro Jahr gibt es etwa 80 Regentage. Im Süden Provinz zwischen Vancouver und den Rocky Mountains befindet sich das Okanagan Weintal, einer des wärmsten Orte Kanadas. Durch die warmen Winde aus dem Süden und den Schutz der hohen Gebirgszüge sind hier Sommertemperaturen von mehr als 30 Grad Celsius keine Seltenheit.

Optimale Reisezeit für Westkanada

Der Westen Kanadas ist ganzjährig ein sehr beliebtes Ziel für Touristen aus der ganzen Welt. Die optimale Zeit für eine Reise nach Westkanada richtet sich immer nach den jeweiligen Urlaubsplänen. Wer einen Badeurlaub an der Küste plant, sollte dafür die Sommermonate nutzen. Schließlich sind in dieser Zeit Temperaturen von 30 Grad Celsius und neun Sonnenstunden am Tag keine Seltenheit. Außerdem sind im Sommer nur geringe Niederschlagsmengen zu erwarten. In den Höhenlagen des kanadischen Teils der Rocky Mountains liegt bei Minus-Temperaturen fast ganzjährig Schnee. Damit herrschen hier immer optimale Wintersportbedingungen, die jährlich tausende Touristen aus der ganzen Welt anziehen. Allein in British Columbia gibt es mehr als 40 verschiedene Wintersport-Orte. Als optimale Zeit für einen ausgiebigen Skiurlaub in den Rocky Mountains gelten die Monate Januar bis März.

Wer die westkanadischen Landschaften erkunden möchte, hat dazu ganzjährig die Gelegenheit dazu. Ein ganz besonderes Schauspiel spielt sich im Sommer in der Hudson Bay zwischen Manitoba und Quebec ab. Hier treffen sich in den Sommermonaten bei Churchill bis zu 2.000 Belugawale. Dieses Naturschauspiel gilt nicht nur bei Naturfreunden als ein echter Geheimtipp. Wer im nahegelegenen Wapusk-Nationalpark Eisbären beobachten möchte, sollte sich dafür die sogenannten „Eisbärenmonate“ Oktober und November aussuchen. In dieser Zeit warten die Bären darauf, dass die Bucht zufriert.

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