Yosemite Reisezeit

Der Yosemite Nationalpark befindet sich im östlichen Teil des US-Bundesstaats Kalifornien. Er liegt abseits jeglicher großer Städte, die nächste Metropole ist das 250 km entfernte San Francisco. Las Vegas ist etwa rund 600 km entfernt, nach Los Angeles sind es rund 450 km. Möchte man den Park von einer dieser Städte aus bereisen, so sollte eine Übernachtung in Fresno oder Mariposa eingeplant werden. Sowohl der Highway 120 als auch der Highway 41 führen dorthin. Auf die Besucher wartet eine atemberaubende Natur im Yosemite Nationalpark: Uralte, gewaltige Mammutbäume, mächtige Wasserfälle und leuchtend rote Felsen zeichnen die vielseitige Landschaft aus.

Das Klima im Yosemite Nationalpark

Die vier Jahreszeiten sind im Yosemite Nationalpark sehr ausgeprägt. Das Frühjahr, vor allem die Phase zwischen April und Mai, stellt dabei die ideale Zeit dar, wenn man Wasserfälle bestaunen möchte. Während Wawona und Yosemite Valley das ganze Jahr über besucht werden können, bleiben die Glacier Point Road sowie auch Tioga häufig bis Ende Mai gesperrt, in manchen Gegenden sind sogar Ketten vorgeschrieben. Das Klima reicht im Frühjahr von warmen, sonnigen Tagen bis hin zu Stürmen mit Eis bzw. Schnee und ist damit in dieser Jahreszeit sehr vielfältig. Die durchschnittlichen Temperaturen können zwischen 4 und 21 °C betragen. Sobald es wärmer wird, führen auch die kleinen Bäche Wasser und es lassen sich unzählige Wasserfälle entlang der Täler beobachten. Die bekannten, größten Wasserfälle zeigen sich im Mai und Juni in ihrer schönsten Pracht. Weiterhin startet die Saison für Wildblumen ab etwa Mitte Mai.

Der Sommer gilt als Hauptsaison im Yosemite Nationalpark, während dieser Zeit sind sämtliche Bereiche geöffnet und die parkinternen Unterkünfte gut gefüllt. Das Klima zeichnet sich durch warme bis heiße Tage mit gelegentlichen Schauern und Gewittern am Nachmittag aus. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen zwischen 25 und 31 °C. In dieser Zeit führen alle Flüsse Wasser. Je näher der Herbst rückt, desto weniger Wasserfälle können besichtigt werden. So kann auch Yosemite Falls abhängig vom Wetter im Sommer überhaupt nicht präsent sein. Bridalveil, Vernal und Nevada existieren das ganze Jahr über, oftmals jedoch nur spärlich.

Die meisten Bereiche des Parks bleiben bis in den Oktober hinein geöffnet. Der Herbst stellt somit eine gute Alternative zum touristisch hochfrequentierten Sommer dar, weil der Besucherandrang weitaus geringer ist. Beachtet werden sollte dennoch, dass die Tioga Road oft schon im September geschlossen wird. Für Wawoa und Yosemite Valley besteht das ganze Jahr über bei jeder Witterung Zugang, allerdings können auch hier im Winter Schneeketten vorgeschrieben werden. Das Klima ist im Herbst recht wechselhaft: Es reicht von warm und sonnig bis hin zu regnerisch und verschneit. Die Tagestemperaturen betragen in dieser Zeit des Jahres zwischen 2° und 12 °C. Wer einen Ausflug im Herbst unternehmen möchte, sollte möglichst einen Tag mit schönem Wetter wählen.

Der Winter ist im Yosemite Nationalpark eine ganz besondere Zeit: Die Natur zeigt sich unglaublich ruhig und märchenhaft, vielerorts gibt es sogar Möglichkeiten, um Wintersport auszuüben. Vor allem die Badger Ski Pass Area lädt zum Langlaufen durch die traumhaften Wälder des Nationalparks ein. Überwiegend sind die Winter im Nationalpark eher kalt und schneereich, dennoch kann man viele sonnige und klare Tage genießen. Die Tagestemperaturen variieren dabei zwischen 12° und -2 °C. Sobald der erste Schnee gefallen ist, beginnen die Wasserfälle aufgrund des Schmelzwassers wieder vermehrt zu fließen.

Die beste Reisezeit für einen Urlaub im Yosemite Nationalpark

Prinzipiell kann der Yosemite Nationalpark das ganze Jahr über besucht werden, jedoch liegt die ideale Reisezeit für einen Urlaub in der Region zwischen Mai und Juli. In dieser Phase setzt die Schneeschmelze in den höheren Lagen der Sierra Nevada an und die Flüsse sind bis zum Rand mit Schmelzwasser gefüllt: Herrliche Kaskaden, die steile Felsklippen hinabrauschen, üben einen ganz besonderen Reiz auf die Besucher aus. Mit einer Höhe von rund 740 Metern sind die Yosemite Falls die höchsten Wasserfälle auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent, doch auch der Bridalveil-Wasserfall und besonders die Ribbon Falls sind immer einen Besuch wert. Dort stürzt das Wasser immerhin rund 500 m tief in das Tal.

Die meisten Urlauber begeben sich für eine Wanderung oder zum Klettern in das Yosemite Valley – hierfür eignen sich die Monate zwischen Mai und Oktober am besten, da sich die Vegetation dann von ihrer schönsten Seite zeigt. Auch die Tierwelt ist im Frühling und im Sommer aktiv, es können Parkbewohner wie beispielsweise Erdmännchen oder verschiedene, auch selten gewordene Vogelarten beobachtet werden. Wer möchte, kann in den Flussläufen des Yosemite Parks sogar baden, wenngleich das Wasser deutlich kälter ist als vergleichsweise im Pazifik. Wer die Touristenandränge im Sommer vermeiden möchte, reist am besten im Mai oder im September an. Das Frühjahr und der Herbst sind Jahreszeiten mit besonders angenehmen Temperaturen und deutlich mehr Ruhe während der Wanderungen. Möchte man den Yosemite Nationalpark im Winter besuchen, dann sind Schneeketten für das Auto unerlässlich: Viele Bergstraßen sind sehr steil und erfordern daher eine besondere Ausrüstung.

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